Drei Weltreligionen lesen aus Büchern

Christen lesen im Koran

Der Koran ist in aller Munde, und doch scheint er ein Buch mit sieben Siegeln zu sein – schwer lesbar und kaum verständlich, aber auch geheimnisvoll und manchmal erschreckend.

An drei Abenden haben die TeilnehmerInnen unter Anleitung von Dr. Werner Kahl einen Blick in den Koran geworfen, etwas zu seiner Entstehung und über Bedeutung für Muslime erfahren und einige Passagen gelesen. Im Koran kommt ganz an vielen Stellen zum Ausdruck, dass sich Muhammad und seine Leute – die Muslime – in den Bahnen der jüdisch-christlichen Tradition bewegen. Alle glauben an denselben einen Gott. Sie beziehen sich auf dieselbe Geschichte dieses barmherzigen Schöpfers mit seinen Menschenkindern. Jesus wird in einigen Suren als wichtiger Prophet gewürdigt.

Thematische Schwerpunkte waren - Einführung in den Koran - Der Koran als prophetisches Buch - Die Besonderheiten von Koran und Neuem Testament. Dr. Werner Kahl hat das Seminar fachkundig begleitet.

In den Religionen und ihren heiligen Büchern Koran und Bibel mit altem und neuem Testament geht es um denselben Gott, der sich auf unterschiedliche Weise offenbart hat. Koran und Bibel geben ähnliche Hinweise zur Gestaltung eines Zusammenlebens, das sich an der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes orientiert.

Das Lesen in den heiligen Büchern ist Grundlage der drei Weltreligionen Islam, Judentum und Christentum. Indem Christen auch im Koran lesen, können sie einen Einblick in den Alltag gläubiger Muslime gewinnen. So wird der lebendige Austausch, den die muslimischen und christlichen Gemeinden im Stadtteil pflegen,um Gedanken zu den heiligen Büchern erweitert.

Dr. Werner Kahl ist Studienleiter an der Missionsakademie und Professor für Neues Testament. Externer Link hier >

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