Nachdenken über Flüchtlinge.

Flucht und Vertreibung lassen auch die Konfirmand_innen, Teamer_innen und Eltern nicht kalt. Sie machen sich Gedanken zu den geflüchteten Menschen in unserer Stadt und in unserem Land:

„Man muss solange Flüchtlinge hier aufnehmen, bis sich die Lage in ihrem Herkunftsland verbessert hat. Deshalb hilft auch spenden alleine nichts, weil das nicht wirklich verändert. In vielen afrikanischen Ländern zum Beispiel gibt es europäische Firmen, die dort Gewinne machen, von denen nur wir Europäer profitieren. Die europäischen Politiker müssen dafür sorgen, dass diese Ausbeutung aufhört. Dann geht es mit dem Land auch aufwärts und die Menschen müssen nicht fliehen.“ Otis Langlo, Konfirmand

"In unserer Schule leben und lernen junge Menschen mit 78 unterschiedlichen Nationalitäten friedlich miteinander." So war letztes Jahr die Antwort der Stadtteilschule Hamburg-Mitte auf das Erstarken von Pegida und Co. Die besten Freunde unserer Kinder kommen aus Ägypten, dem Irak, Iran, Libanon, Syrien, Vietnam, Türkei. Für sie gibt es nicht "hier sind wir und dort sind die Fremden", also auch keine Angst. Es ist gut, gemeinsame Lebenswelten zu haben, die Stadtteilschulen, das Schorsch und Sportvereine machen dies vor. Wir können viel Selbstverständlichkeit von unseren Kindern lernen.“ Kirsten Abramsen, Mutter

„ … Ich finde, dass das Thema durch Worte immer häufiger negativ aufgegriffen wird. Das sollte nicht passieren. Kinder und Jugendliche werden durch Medien beeinflusst. Worte tragen weiter und wir werden immer „verwirrter“. All dies richten Worte an. Die Kirchen sollten ihre Stimme dazu nutzen, den Flüchtlingen und auch den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass Deutschland viele Vorteile bietet und nicht nur negative Aspekte da sind. Wir sollten uns unsere eigene Meinung bilden dürfen.“ Lorenda, Teamerin

Die Menschen kommen nach Deutschland weil sie Hilfe brauchen, doch leider kann man nicht überall helfen. Dennoch erlebe ich mit, wie zum Beispiel hier in St.Georg die Menschen zusammen mit der Gemeinde versuchen zu helfen wo sie können. Ich finde jeder Mensch hat die Pflicht, diesen Leuten in Not zu helfen, wenn auch nur mit einer kleinen Spende oder einer netten Geste! Allerdings haben die Flüchtlinge ebenfalls die Pflicht, sich in unserem Land als Gäste zu verhalten und unsere Gastfreundschaft nicht zu missbrauchen.
Ich denke, dass wir alle zusammen diese schwere Zeit überstehen können! Wir müssen nur aufeinander zugehen und uns besser kennen lernen." Mette Marit Olsson, Konfirmandin