Nach den Terroranschlägen von Paris

Informationen zur Unvereinbarkeit von Extremismus und Islam

Drei Tage nach den Anschlägen, am Samstag, den 10.1.2015, fand in der Blauen Moschee an der Alster die lange geplante ‚5.Einheitskonferenz im Islamischen Zentrum' zum Thema Extremismus statt. Die Konferenz wurde von Muslimen, Nichtmuslimen und einer großen Gruppe junger Teilnehmer besucht. Fachvorträge verdeutlichen, wie der Islam extreme Auslegungen als einseitig ausschließt und aus der vielfältigen und sich erneuernden Auslegung seiner Schriften wirksam ist. Details finden Sie hier>>>.

Mustafa Yoldas betont den vorbildlichen interreligiösen und interkulturellen Dialog in Hamburg. Die Eröffnungsrede des Vorsitzenden der Schura Hamburg finden Sie hier >>>.

Hamburg pflegt eine langjährige Tradition des theologischen Austausches. Unter anderem gibt es die Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfram Weiße und Prof.Dr. Katajun Amirpur. Link hier>>> .

Prof.Dr. Katajun Amirpur forderte auf der Konferenz, anstelle einer Reduktion auf Religionszugehörigkeit die Zusammengehörigkeit zu stärken. Ihren Beitrag im Wortlaut finden Sie hier>>>.

Weiteren theologischen Einblick bringt eine weltweit beachtete Stellungnahme von 120 islamischen Gelehrten an die Führung des sogenannten „Islamischen Staates (IS)“. In ihrem offenen Brief sprechen die Gelehrten dem Regime des sogenannten „Islamischen Staates (IS)“ jeden legitimen Bezug auf den Islam ab. Auf der Homepage der Evangelischen Kirche Deutschlands EKD steht die Stellungnahme für Sie bereit >>> .

Am 12.1.15 versammelt sich mehrere Tausend Hamburger auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz, um ein Zeichen zu setzen gegen Terror, Rassismus und Ausgrenzung. Diakonie-Chef Ahrens betonte dort, dass eine gelingende Sozial- und Integrationspolitik entscheidend für die Sicherheit ist. Link hier>>>.

Beunruhigend ist die mediale Zunahme emotionaler und persönlicher Abgrenzungen. Die objektiven Wege des interreligiösen Alltages und des politischen Austausches gehören in den Vordergrund. Es gilt weiter, unsachliche Diskussionen aus zu schließen und neben der vertrauensbildenden Beziehungspflege in St.Georg und Hamburg einen Beitrag zur sachlichen Aufklärung zu leisten und eine offene Diskussion zu den Regeln des Zusammenlebens und ihren theologischen Grundlagen zu pflegen.