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Bibliodrama
am 29. Mai in der St. Georgskirche
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Kleines Turmpodium
"Heinrich Heine isst in Hamburg"
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Doppel-Jubiläum 2007

50 Jahre Wiederaufbau unserer Kirche - 100 Jahre Gemeindehaus Stiftstraße
 
Feiern Sie mit uns! Unser großes Jubiläumsprogramm finden Sie hier.

Jahre Wiederaufbau Hl. Dreieinigkeitskirche
Einweihung der wiederaufgebauten Hl. Dreieinigkeitskirche zu St. Georg im Advent 1957

Das Kirchenjubiläum
Vor 50 Jahren, 14 Jahre nach ihrer Zerstörung in einer Bombennacht 1943, wurde unsere Kirche als völliger Neubau wieder ihrer Bestimmung als Gemeindekirche im Stadtteil St. Georg übergeben. Sie ist damit nach der mittelalterlichen „Siechenkirche“ und der 1747 geweihten Barockkirche das dritte Gotteshaus an dieser Stelle. Der barocke Turm wurde originalgetreu 1962 wiederaufgebaut. Die Geschichte der Hl. Dreieinigkeitskirche oder St. Georgskirche, wie sie heute volkstümlich wieder genannt wird, hat viel mit Hamburgs Geschichte selbst zu tun. Sie dokumentiert das Wachsen der Vorstadt St. Georg zum Stadtteil und hat bis heute lebendigen Anteil an seiner Entwicklung.

Der Ursprung
Vor mehr als 800 Jahren stifteten Kreuzfahrer vor den Toren der Stadt ein Siechenhaus. Seeleute brachten von ihren Reisen unbekannte ansteckende Krankheiten mit. Vor den Toren der Stadt sah man den geeigneten Ort, die Erkrankten unterzubringen. Schon bald siedelte sich auch alles in der Stadt nicht Gewünschte oder Unmögliche in St. Georg an: der Galgen, die Lohmühle (Gerberei), die Pulvermühle, Viehweiden, Prostitution, Vergnügungsstätten, aber auch kleine Gärten der Erholung suchenden Städter. St. Georg wurde Ziel der sonntäglichen Spaziergänger. Zeichen dieses Aufbruchs war vor 260 Jahren der Neubau der viel zu klein gewordenen Kirche. Ganz Hamburg beteiligte sich an einer Spendenaktion zugunsten der neuen Kirche. Der berühmte Baumeister Johann Leonhard Prey erhielt den Auftrag und schuf einen einzigartigen Barockbau, der Vorbild für den Bau des Michels werden sollte. Hamburgs Kirchenmusikdirektor Georg Philipp Telemann schrieb für die Einweihung ein Oratorium, das solchen Anklang fand, dass es danach noch neunmal aufgeführt wurde.

Der Neubau
1953 wurde der Architekt Heinz Graaf beauftragt, eine neue Kirche zu bauen. In vierjähriger Bauzeit entstand ein vom alten Turm abgerücktes hohes Kirchenschiff im Stil der 50er Jahre mit geschwungenen Emporen, Sichtbeton und Asymmetrie, das heute selbst schon zu einem anerkannten Denkmal geworden ist. Die Innenausstattung mit ihren Kunstwerken von Jürgen Weber, Karl Knappe, Gerhard Hausmann und Karl-Heinz Engelin ist unverändert erhalten. Die farbliche Fassung des Innenraums ist nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten instandgesetzt. Einzige größere Veränderung war die Neugestaltung der 20 großen Fenster durch Jochem Poensgen 2001-2003.

Das Gemeindeleben
Vielfältiges Leben erfüllt heute die Kirche. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten, am Ende des Monats immer gemeinsam mit der AIDS-Seelsorge, gibt es Proben und Konzerte verschiedener Chöre und Ensembles, vor allem unserer „jungen kantorei st. georg“. Wöchentlich versorgt eine ehrenamtliche Initiative im Kirchenraum bis zu 150 wohnungslose Menschen mit warmem Essen. Für kreative Kinder- und Familiengottesdienste wird die Kirche zuweilen völlig umdekoriert. Begegnungen mit den Muslimen im Stadtteil machen die Kirche zu einem Ort gelebten Dialogs. Wichtige Stadtteilthemen werden in öffentlichen Veranstaltungen diskutiert. Für die stille Besichtigung und Andacht ist die Kirche samstags dank ehrenamtlicher Betreuung geöffnet.

Viel mehr zur langen und wechselvollen Geschichte der St. Georgskirche und viele historische Bilder finden Sie hier.


Jahre Gemeindehaus Stiftstraße
Einweihung 1907                                                                                                                  

Um die Wende zum 20. Jahrhundert, als die Vorarbeiten für den Hauptbahnhof begannen, verschwanden ganze Straßenzüge des Stadtteils. Wo ehemals niedrige Einzelhäuser standen, wuchsen Mietshäuser in dichter Bebauung. Die Bevölkerungszahl stieg stark an. Die Anforderungen an die seit 1887 bestehende Gemeindepflege erhöhten sich. 1903 wurde ein Verein zur Errichtung eines Gemeindehauses gegründet. Mit großer Phantasie - die Aufführung eines Luther-Festspiels im neu erbauten Schauspielhaus mit 300 Laiendarstellern erbrachte 20.000 Mark - wurden in den Folgejahren die Mittel für den Bau gesammelt.

Nach der Einweihung fanden viele Einrichtungen Platz: im Keller die Patriotische Gesellschaft mit einer Zentrale für Säuglingsmilchbereitung und Haushaltungsschule, eine Arbeitsvermittlung, ein Fröbel-Kindergarten und eine Diakoniestation mit acht Diakonissen. Dazu kamen 13 Wohnungen für alleinstehende Damen, etliche Räume für die Dienste der Gemeindepflege und der große Saal. Die Aktivitäten des Vereins wurden durch die zwei Kriege eingeschränkt und schließlich beendet. Zum Ende des zweiten Weltkrieges brannte das Haus aus.

Der Verein übergab das Haus 1946 der Kirchengemeinde. Stück für Stück wurde die Ruine nach dem Krieg ausgebaut. 1950 erfolgte die Einweihung des großen Kirchsaals. Die zu der Zeit noch große Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fand Wohnungen in dem Haus und die Kellerräume werden bis heute von der Jugend genutzt. Unser Kindergarten wurde 1958 eröffnet und 1994 der Neue Saal. Die Geschichte des Hauses geht weiter. Wird der große Saal zum neuen Kindertagesheim?

Ein Faksimile der Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des "Vereins zur Errichtung eines Gemeindehauses" und zum 25-jährigen Bestehen des Gemeindehauses finden Sie hier als pdf-Dokument.

Die Festrede von Dr. Erich Kappesser zur Jubiläumsfeier am 12. Februar 1933 ist natürlich zeitgebunden, enthält jedoch viele interessante Hintergrundinformationen zum Stadtteil St. Georg, zur Gemeinde und der Geschichte des Gemeindehauses. Sie können die Rede hier als pdf-Dokument nachlesen.


Herzliche Einladung
Aus Anlass der beiden Jubiläen in unserer Kirchengemeinde laden wir Sie zu allen damit verbundenen Veranstaltungen herzlich ein.
Wir freuen uns, Sie zu begrüßen und mit Ihnen zu feiern.
Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde
Sonntag, 18. November, 18 Uhr, St. Georgskirche

Die Göttin Großstadt hat uns ausgespuckt...
Wolfgang Borchert zum 60. Todestag

mit Musik von Bach und Buxtehude
Albert-Schweitzer-Kammerchor
Leitung: Walter Bially
Rezitation: Schüler und Schülerinnen des
Albert-Schweitzer-Gymnasiums und Rolf Becker
Karten: 8
(ermäßigt 5 €)
Familienkarte: 16 € (nur Abendkasse)
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Sonntag, 9. Dezember, 10 Uhr, St. Georgskirche

Festgottesdienst

mit Bischöfin Maria Jepsen

anschließend Empfang und Ausstellungseröffnung
Bilder von Gottesdienst und Ausstellungseröffnung
 

Mittwoch, 28. November, 19.30 Uhr
Gemeindehaus Stiftstraße 15

Gemeindehäuser contra Arbeiterbewegung

zur Geschichte der christlichen Vereine vor 100 Jahren
Vortrag des Historikers Michael Joho

  den Vortrag lesen

9. bis 19. Dezember in der St. Georgskirche
jeweils 11-18 Uhr

Ausstellung
"Kunst der 50er Jahre und heute in St. Georg"

Hartmann Greb, Tita do Rego Silva, Ulrich Rölfing,
Inga Sawade, Cornelia Schiller, Ricarda Wyrwol
- mehr zur Ausstellung 
- Bilder von Gottesdienst und Ausstellungseröffnung

Ab 12. November, Gemeindehaus Stiftstraße 15

Alle Kinder unseres Kindertagesheimes erkunden und malen das Gemeindehaus
Ausstellung im Treppenhaus
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Mittwoch, 12. Dezember, 20 Uhr, St. Georgskirche

Die Orgeln unserer Gemeinde

Vortrag mit Klangbeispielen von Günter Seggermann   mehr zu dieser Veranstaltung

Samstag, 1. Dezember, 20 Uhr, St. Georgskirche

Messiah von Georg F. Händel

Dorothee Fries (Sopran), Werner Buchin (Altus),
Stephan Zelck (Tenor), Joachim Gebhardt (Bass)
Orchester St. Georg auf alten Instrumenten
junge kantorei st. georg, Hugo Distler-Chor
Leitung: Ingo Müller
Karten: 23/18/13/8 (ermäßigt 21/16/9/4) €
Kartentelefon: 280 567 07 (AB)
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Freitag, 21. Dezember, 14 Uhr, St. Georgskirche

Willibald der Orgelwurm

ein Nachmittag für Kinder ab sechs
mit Musik von J. S. Bach

mit Anne-Kathrin und Manuel Gera
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