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2. Konzert am 19. Februar in der Erlöserkirche
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Die alte Erlöserkirche in Borgfelde

Die alte Erlöserkirche 1902Am 25. Mai 1902 wurde der Grundstein zur neuen Kirche an der Ecke Wallstraße und Klaus-Groth-Straße gelegt. Der Grundstein wurde an der Stelle des späteren Altars im Boden versenkt. Die Kirche sollte Anfang 1903 vollendet sein - und wurde es dann Ende 1903. Die Borgfelder Kirche entsprach dem damaligen Ideal eines protestantischen Kirchenbaus. Die Bänke waren um Kanzel, Altar und Taufstein halbkreisförmig gruppiert, Wort und Sakrament sollten mit dieser Anordnung ganzheitlich zur Anschauung kommen. Die Kirche, ein Kuppelbau von 30 m Länge und 25 m Breite, lag mit der Vorderseite zur Wallstraße, die Längsachse wurde entgegen althergebrachten Kirchbauregeln von Nordosten nach Südosten gerichtet. Am 10. November 1903 waren in Borgfelde erstmals die Glocken der neuen Kirche zu hören. Der Außenbau war nach den Plänen Georg Thielens erbaut, das Innere von seinem Nachfolger Fernando Lorenzen gestaltet worden. Die Kirche erhob sich als roter Ziegelbau, umstanden von Bäumen auf dem Platz zwischen Klaus-Groth-Straße und Wallstraße an der Lübecker Bahn. Mitten auf dem von Straßen begrenzten Platz stand nun die neue Kirche mit ihrer hohen Kuppel.

Decken und Wände der Kirche waren mit zarten Farbtönen bemalt, der Altar zur Einweihung mit immergrünen Pflanzen und Blumen geschmückt. Zentral ordneten sich die grün gehaltenen Sitzbänke um Altar, Kanzel und Orgel, die sich in der Mittelachse befand, so dass alle Gottesdienstbesucher sie sehen konnten. Eine ähnliche Anordnung mit einem Übereinander von Altar, Kanzel und Orgel hatte bereits die St. Annen-Kirche in Hammerbrook bekommen. In Borgfelde wurden erstmals auch die Besucherreihen zentriert angeordnet. Durch eine Vorhalle kam der Besucher in einen quadratischen Innenraum. On allen Seiten - mit Ausnahme der Orgelwand - konnte das Licht in den Raum gelangen. Rund um den Raum zogen sich Emporen, zu denen Treppen an allen vier Ecken des Raumes führten. 600 Menschen konnten in der Kirche Platz finden. Das vorderste Gestühl hatte ein Hamburger Wappen bekommen. Altar und Kanzel bestanden aus hellem Sandstein. Getrennt wurden sie durch ein vergoldetes Bronzerelief mit einer Darstellung des Christus am Kreuz mit betenden Engeln. Geschaffen hatte diese Gruppe Professor Duyffcke, der die bildnerische Ausschmückung der Kirche größtenteils geleitet hatte. Über der Kanzel befand sich der hölzerne Schalldeckel aus dem die Brüstung der Orgelempore herauswuchs. Über Altar, Kanzel und Christus erhob sich ein Triumphbogen mit zwei musizierenden Engeln an den unteren Enden. Altar, Kanzel und Orgel wurden durch Stiftungen aus der Gemeinde geschaffen. Ebenso wie der Taufstein (von den Senatoren und Kirchspielherren Holthusen und Westphal) und die farbigen Glasfenster, die Opferdecken und weitere Ausstattung (verschiedene Borgfelder Bürger).

Quelle: "Gemeindechronik der Erlöserkirche Borgfelde", Archiv des Kirchenkreises Alt-Hamburg

Mehr über die Geschichte der Erlöserkirche erfahren Sie hier.