Hl. Dreieinigkeits-Kirche St.Georg
Die 1747 fertig gestellte, der Heiligen Dreieinigkeit gewidmete Kirche wurde im Juli 1943 durch Bomben zerstört. Ihr Architekt war Johann L. Prey, der auch an der Michaelis-Kirche mitwirkte. Von seinem Bau ist heute nur noch der Turm zu sehen, 1962 auf dem erhaltenen Turmstumpf wieder errichtet. Ein Modell der Barockkirche finden Sie im Durchgang zwischen Turm und Kirche. Die Kirche, die Sie heute erleben, wurde 1957 fertiggestellt. Sie gilt in Fachkreisen als besonders gelungenes Beispiel für die sakrale Architektur der 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts. Heinz Graaf, der Architekt, richtete den Neubau nach Nordwesten aus, entlang der Grenze des ehemaligen Friedhofs (heute St. Georgs-Kirchhof). In allen Details werden Sie die Zahl Drei (als Hinweis auf die Dreieinigkeit) wiederfinden – Kanzel / Altar / Taufe, Zahl der Fenster, Oberlichter und Emporen, Ausgestaltung der Wand über dem Altar. Obwohl der offizielle Name der Kirche "Heilige Dreieinigkeitskirche" lautet, nennen die St. Georger ihre Kirche meist "St. Georgskirche".
Die Kirche in St. Georg wurde als innerstädtische Konzertkirche gebaut. Sie hat deshalb viele Ausgänge, drei Emporen mit zahlreichen Sitzplätzen und eine groß ausgelegte Orgel mit 36 Registern (gebaut von der Firma E.F. Walcker & Co.). Auf der mittleren Empore ist genug Raum für ein Orchester. Die Kirche verfügt über 700 Sitzplätze und eine vorzügliche Akustik. Der von der Seite belichtete Altarraum wird durch den Gegensatz von hellem Travertin und dunklem Dolomit bestimmt. Über dem Altar eine Darstellung der göttlichen Dreieinigkeit von Karl Knappe: die Hände Gottes bei der Erschaffung der Welt, Christus mit seinen Jüngern beim Abendmahl, die Taube als Symbol des Heiligen Geistes, der Verbindung Gottes zu den Menschen. Jürgen Weber schuf das Kruzifix. Die Bibel auf dem Altar ist ein Geschenk des 1957 amtierenden Bundespräsidenten Theodor Heuss mit dessen eigenhändiger Widmung.
Die farbigen Fenster mit ihren sparsamen Variationen von Rot und Weiß stammen aus der Werkstatt Gerhard Hausmann, ebenso die farbigen Fenster mit christlichen Symbolen unter der Orgel. In der Mitte das Chi-Rho (Monogramm Christi), rechts und links daneben das Alpha und Omega, links außen die Ähre und rechts außen der Weinstock. Die 2003 erneuerten großen 20 Fenster sind von dem Glaskünstler Jochem Poensgen gestaltet. Die Ausführung besorgte die Fa. DERIX Glasstudio.
Die ehemalige Eingangshalle im Erdgeschoss des Turms ist heute Kapelle. Hier hat die vom Ende des 15. Jahrhunderts stammende Kreuzigungsgruppe, die ursprünglich unter freiem Himmel vor der Kirche stand, ihren Platz gefunden. Sie ist eines der ältesten Kunstwerke Hamburgs: Jesus am Kreuz, seine Mutter Maria und einer seiner Freunde, Johannes, trauernd daneben, die mit Jesus gekreuzigten Verbrecher links und rechts von ihm. Seit 2004 ist ein Nachguss dieser Kreuzigungsgruppe außen vor dem Kirchturm auf den originalen mittelalterlichen Granitpostamenten aufgestellt. Auf der Nordseite der Kirche wurde ein erhalten gebliebenes Barockportal in den Neubau eingefügt.
Gerhard Marcks schuf im Jahre 1959 die neben dem Turm stehende Reiterstatue des Heiligen Georg, die ihn als Drachentöter zeigt. Sie ist zu einem Wahrzeichen des Stadtteils geworden. Beachtenswert sind auch die Klinken der Kirchentüren von Karl Heinz Engelin mit den Symbolen der Evangelisten: an der Tür zur Kirche von der Pergola aus der Stier für Lukas und das Menschengesicht für Matthäus, am Barockportal an der Nordseite der Löwe für Markus und der Adler für Johannes. Am Eingangsportal zur Turmkapelle Jona und der Wal.
Sie sind uns in dieser Kirche willkommen! Bleiben Sie, so lange Sie möchten. Sie haben auch die Möglichkeit, für sich, jemanden, der Ihnen nahe steht oder für ein persönliches Anliegen eine Kerze zu entzünden.
Mehr über die Geschichte der St. Georgskirche erfahren Sie hier.