Der Anfang
Über die ursprüngliche, gewiß nur sehr kleine Kapelle vom „Seekenhaus“ sind uns keine näheren Nachrichten überliefert. Es wird nur mitgeteilt, dass die Glocken anfänglich in einem Holzgerüst neben der Kirche aufgehängt gewesen seien, und dass an der Südseite ein Leichhaus angebaut gewesen sei.
1457 soll die Kapelle durch Schenkungen zur Kirche erweitert worden sein. Berichtet wird, dass diese erste Kirche bis zur Reformation schon reich ausgeschmückt worden war; so ist die Rede von mehrfachen Darstellungen des Ritters St. Georg, von einem Bildnis der heiligen Anna, von einem Bild der „lieben Frau“ im Glasfenster, von einer an Ketten von der Decke herabhängenden Krone, zu deren Unterhalt jährlich ein Fass Tran geliefert wurde, und schließlich von einer Orgel, deren Prospekt vergoldet war.
Mit dem Aufblühen der Vorstadt St. Georg entstand im Laufe des 17. Jahrhunderts ein überaus reges kirchliches Leben; demzufolge die Kirche durch Anbauten ständig erweitert wurde. So soll sie im Jahre 1655 Platz für 1200 Besucher enthalten haben.
Fast muss es auffallen, dass nach so vielem, was zur Vergrößerung und zum Schmuck der alten Kirche aufgewandt war, doch im Jahre 1743 dem Bau eines ganz neuen Gotteshauses näher getreten wurde. Den Anlass hierzu bot die schnell zunehmende Baufälligkeit der in ihren ursprünglichen Teilen doch schon über 500 Jahre alten Kirche.
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