Die Einweihung der Kirche am 26. Oktober 1747

Für 1000 Sitze wurden Platzkarten ausgegeben. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung waren vier Dragoner, sowie ein Fähnrich mit fünfzig Mann Grenadieren aufgeboten. Bürgermeister Widow war vierspännig mit der besten Stallkutsche von seiner Wohnung abgeholt, voran ritten hoch zu Roß zwei Reitendiener. Vor der Turmtür wurde der Festzug von Baumeister Prey und allen Werkmeistern begrüßt und innerhalb der Kirche von den Geistlichen erwartet. Ein Oratorium war von Professor Schellhofer komponiert und wurde von dem Kapellmeister Telemann uraufgeführt. Telemann hatte ein eigenes Oratorium über die Inschrift des Turmportals „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth“ (Jes. 6,3) komponiert und uraufgeführt.* An die Feier schlossen sich Mahlzeiten an, die für die Kirchenherren, für die Werkmeister und für die Bauleute vorbereitet waren. Im ganzen haben die Kosten für die Einweihungsfeier 2365 Mark 15 Schilling betragen.
* Julius Faulwasser war hier etwas ungenau. Der Text des Oratoriums stammt von Professor Heinrich Gottlieb Schellhaffer (1707-1757), Komponist war Georg Philipp Telemann. Das Oratorium heißt korrekt: "Heilig, heilig, heilig ist Gott".
(Auszug aus „Die Heilige Dreieinigkeitskirche in Hamburg“ von Julius Faulwasser)
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