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Nachricht von dem H. Ritter Georgio

"... und dem, was von ihm den Nahmen führet"

Das Büchlein von 1722, das der Gemeinde im Herbst von der Buchbindemeisterin Ingeborg M. Hartmann überlassen worden war, hat unter ihren Händen eine bemerkenswerte Verwandlung erfahren. Auch wenn man es für sein Alter als gut erhalten bezeichnen konnte, war der Einbandrücken völlig verschlissen, das Papier nachgedunkelt und fleckig, die Bindung gelockert. Man hätte es nicht mehr aus der Hand geben können. Frau Hartmann hat nun das ganze Buch sozusagen „entbunden“ und in seine Einzelteile auseinander genommen. Das gab Gelegenheit, jede Seite flach einzuscannen und digital zu speichern. Dann wurde das Papier gewaschen, jawohl: Mit feuchter Watte und Babyseife abgetupft. Einige Bilder vom Ursprungszustand und dem Restaurierungsprozess sehen Sie unten.

Der Autor Balthasar Hempel hat eine doppelte Fleißarbeit geliefert: Zunächst eine Zusammenstellung aller ihm erreichbaren Informationen über die Legende des Hl. Georg  (im lateinischen Dativ: „von dem Ritter Georgio“), auch die ausführlichen Auflistungen von Darstellungen des Hl. Georg in ganz Europa „können einen curieusen Menschen zu seiner Betrachtung schon anlocken“ (Vorrede S. 1); im zweiten Teil finden wir eine genaue Beschreibung unserer St. Georgskirche und ihrer Geschichte sowie eine Sammlung aller einschlägigen Urkunden, Senatsbeschlüsse usw. seit der Gründung des Leprastiftes im 12. Jahrhundert bis eben 1722. Manches ist auf Plattdeutsch, etliches auf Latein wiedergegeben, wie es der jeweiligen Zeit entsprach.

Mit einem Klick auf ein Bild erhalten Sie eine vergrößerte Darstellung.

Und nun die Wiedergeburt: In der ursprünglichen alten Technik wurde der Buchblock wieder neu gebunden und mit einem wahrhaft prachtvollen Einband aus handschmeichlerischem Schafleder versehen, eine Delikatesse für jeden Buchliebhaber! In dieser Form, noch geschützt durch eine stabile Kassette, kann das Buch den nächsten 500 Jahren entgegensehen.

Die beschriebene Restaurierung und denkmalschutzwürdige Behandlung unseres Schatzes konnte zum Teil aus Spenden bezahlt werden, für die wir an dieser Stelle nochmals sehr herzlich danken. Allerdings sind die Kosten noch nicht vollständig gedeckt. So freuen wir uns über jeden weiteren Beitrag – und können inzwischen auch was bieten: Genießen Sie das Büchlein in aller Ruhe, sei es hier im Internet oder indem Sie uns besuchen kommen. Und als Dankeschön erhalten Sie eine Seite aus dem Buch als farbigen Ausdruck.

Unser Spendenkonto: Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde, Kto. Nr. 1230 121 459, Haspa 200 505 50. Stichwort: Georgio 1722.

Hier können Sie nun ganz bequem im Buch blättern. Wenn Sie die Dateien auf Ihrem Computer speichern und später ansehen möchten, klicken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie "Ziel speichern unter" aus.

Karte des Stadtteiles nach dem Vorsatzblatt

Georgio 1722 - Teil 1
Georgio 1722 - Teil 2
Georgio 1722 - Teil 3
Georgio 1722 - Teil 4
Georgio 1722 - Teil 5
Georgio 1722 - Teil 6