Über uns

Viele Farben - eine Gemeinde

Die Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde steht zu ihrer Stadt und zu ihrem Quartier. Sie ist selbstbewusst, tolerant und kompetent. Ihr Stil, ihre Bereitschaft und Fähigkeit zur Kooperation sind offen und integrativ. Durch Vernetzung, Moderation und Kommunikationsarbeit wirkt die Gemeinde weit über ihre unmittelbare Angebotskapazität hinaus.

Unser Credo lautet: Kommunikation über Grenzen hinweg im Interesse eines menschenwürdigen Lebens in geeinter Vielfalt. Kurz: Viele Farben. Eine Gemeinde. Unsere Gemeinde füllt zwei Kirchengebäude mit Leben, bewirtschaftet und verwaltet zwei Gemeindehäuser, drei Kinder- und Jugendeinrichtungen und die Pastorate. Wir sind verantwortlich für unsere haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter und organisieren die wertvolle Arbeit von über 100 Ehrenamtlichen.

Zur positiven Ausstrahlung der Stadtteile leistet die Kirchengemeinde mit kulturellen Angeboten wie Konzerten, Ausstellungen, Auftritten von Künstlern aus dem Viertel bis hin zu rauschenden Musiknächten einen beachtlichen Beitrag. Durch die Auseinandersetzung mit AIDS ist in St. Georg die Verbindung von Gemeindearbeit mit der AIDS-Seelsorge entstanden. Das hat für betroffene Menschen aus dem gesamten Stadtgebiet zu einer neuen Beheimatung in der Kirche geführt.

Nichtsesshaften und anderen sozial Benachteiligten bieten wir mit unserer freitäglichen Suppenküche im Kirchenraum von St. Georg eine warme Mahlzeit und das Gefühl, einmal am gedeckten Tisch zu Gast sein zu können. Mit Liturgiekursen, Predigttextgesprächen, Filmabenden und dem Gesprächskreis "Zwischen Himmel und Erde" leisten wir unseren Beitrag zur theologischen Erwachsenenbildung.

Auch mit Fest- und Familiengottesdiensten sowie unseren Stadtteilfreizeiten und -festen werden wir in der Öffentlichkeit sichtbar; mit unserer tragenden Mitarbeit im Stadtteilbeirat, der sozialen und pädagogischen Initiative St. Georg und der Cityseelsorge bewegen wir Projekte für ein friedliches und verträgliches Miteinander der Menschen in dieser Stadt.

Dabei schauen wir auch über den Tellerrand der klassischen Gemeindearbeit hinaus und machen nicht da Halt, wo es nicht mehr lutherisch ist oder christlich oder gutbürgerlich deutsch: Mit unseren muslimischen Partnern sowie den Christen aus Afrika sind wir eng verbunden und gestalten gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen. Unsere Kinder- und Jugendarbeit bei SCHORSCH ist integrativ und ganz selbstverständlich offen für Nicht-Christen und Nicht-Deutsche.

Theologisch bedeutet unsere Offenheit, dass wir anerkennen, mit vielen anderen gemeinsam auf dem Weg in Richtung Reich Gottes zu sein. Die Mission Gottes ist nicht eine der Christen, sondern eine Gottes selbst. Bei dieser Mission lockt uns Gott als ins Individuelle zersprengte Schöpfungsgeschwister zurück in eine geeinte und produktive Verschiedenheit.

Die aufgezeigten Arbeitsfelder leben von den Menschen, die mit anpacken und am Netzwerk knüpfen. Von unseren theologischen und spirituellen Wurzeln her und können wir unsere Arbeit in unsere Glaubenshistorie einbinden. Das heißt es, die ökumenische Gemeinde zu leben und zu erneuern. Diese Vielfalt der Möglichkeiten findet man sonst nirgendwo, und oft ist diese Arbeit eben mit Grenzüberschreitung verbunden, aber wir sind beseelt von der Phantasie, dass diese Grenzüberschreitungen fruchtbar sind.