Else Lasker-Schüler Foto: Archiv Else Lasker-Schüler Gesellschaft

Konzert 

Freitag, 1. Februar 2019,
Sonnabend, 2. Februar 2019, jeweils 20 Uhr

Mein Herz – keinem

Marion Gretchen Schmitz spricht Lyrik und Prosa von Else Lasker Schüler

In der St. Georgskirche am Hauptbahnhof

Klavier und Komposition: Volker Struss
Violoncello: Heike Schriever
Textfassung und Regie: Götz Bolten


Die Prosa-Teile sind Auszüge aus „Arthur Aronymus. Die Geschichte meines Vaters“ (1932) und „Mein Herz. Ein Roman mit Bildern und wirklich lebenden Menschen“ (1912). Diese „lebenden Menschen“ sind die Adressaten dieser „Liebesgeständnisse“ in Briefen – der zweite Ehemann der Dichterin Herwarth Walden (1878 geboren, gestorben 1941 in sowjetischer Haft) und sein Freund, der Jurist Kurt Neimann (geboren 1877, ermordet in Theresienstadt 1944).

Dazu treten die Tänzerin Gertrude Barrison, Karl Krauss, der Architekt Gregor Münster und einige Unbekannte auf: eine Dame in Seidenstrümpfen und ein Herr im wehenden Mantel. Hier unerwähnt bleiben andere wie Alfred Kerr, Paul Cassirer, Adolf Loos, Max Pechstein, Schmidt-Rottluff oder Alfred Döblin („ Es liegt ein lyrischer Schmelz ohnegleichen in ihr; wer hier nicht begreift, was Lyrik ist, dem ist nicht zu helfen.“) Auch Gottfried Benn („Dies war die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte. Ihre Themen waren jüdisch, ihre Phantasie orientalisch aber ihre Sprache war deutsch. Immer unbeirrbar sie selbst, vermochte sie in dieser Sprache ihre leidenschaftlichen Gefühle auszudrücken, ohne das Geheimnisvolle zu entschleiern und zu vergeben, was ihr Wesen war.“)


Eintritt 15 Euro