Karfreitag - interreligiös

Karfreitag, 19. April 2019 um 15 Uhr

Gemeinsame Kreuzwegandacht

"Meine Seele ist betrübt bis an den Tod"

Kreuzigungsgruppe vor der St. Georgskirche am Hauptbahnhof

Seit 15 Jahren setzen Christen und Muslime gemeinsam in aller Öffentlichkeit und unter freiem Himmel ein Zeichen des Friedens. An der mittelalterlichen Kreuzigungsgruppe vor der St. Georgskirche am Hauptbahnhof findet die interreligiöse und ökumenische Kreuzwegandacht statt. Diesmal um 15 Uhr, um den muslimischen Gemeinde die Teilnahme nach ihrer Gebetszeit zu ermöglichen.

In diesem Jahr findet das Gebet unter dem Motto „Meine Seele ist betrübt bis an den Tod.“, einem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium statt. Jesus erlebte damals im Garten Gethsemane, wie er mit seinen Ängsten und Sorgen allein geblieben ist, während andere schliefen.

An diesem Karfreitag wollen wir das Zitat konkretisieren anhand der Frage „Kenne ich die Sorgen und Ängste meiner Mitmenschen?“ Anhand von drei Beispielen werden Kinder und Erwachsene von ihren Sorgen und Ängsten in diesen Tagen berichten, verbunden mit der Hoffnung, damit nicht allein zu bleiben.

Unter dem Kreuz Jesu beten Christen verschiedener Länder und Kirchen mit ihren muslimischen Nachbarn für die Stadt und für die Welt. „Als Christen und Muslime am Sterbetag Jesu gemeinsam und in aller Öffentlichkeit zu beten, sehen wir als wichtiges sichtbares Zeichen des Friedens und Zusammenlebens hier in unserem Stadtteil und für die Welt“, sagt Pastor Kay Kraack.