Bild: Julia Prochworuk

Interkulturelle Konfirmation

deutschafrikanisch

Komm wie du bist!

Du musst nicht getauft sein, sondern nur Interesse und Offenheit mitbringen.

Jugendliche nutzen die "Konfi-Zeit" für ihre eigenen Glaubenserfahrungen. In ihrer Gruppe können sie mit Gleichaltrigen Glauben ausprobieren, ihn für sich erfinden, erleben, zweifeln, diskutieren, musizieren, feiern, beten, träumen und vor allem: in die eigenen Hände nehmen.

Sie reisen gemeinsam, erkunden das Leben und die sozialen Herausforderungen der Stadt und erfahren vor allem einen intensiven Austausch zweier Kulturen: die der African Christian Church und die der Evangelischen Gemeinde St.Georg-Borgfelde. Am Ende reichen sie sich Wein und Brot, teilen das Abendmahl untereinander, mit der ganzen Gemeinde und Christinnen und Christen in aller Welt.

Magst du mitmachen? Möchtest du noch jemanden mitbringen?

Kein Problem. Wie es weiter geht erfährst du hier >>>

und im Kirchenbüro unter info@stgeorg-borgfelde.de.


Wir freuen uns auf dich,

Pastorin Elisabeth Kühn und Pastor Peter Sorie Mansaray

„Interkulturelle Kirche, was ist das eigentlich?“

„Interkulturelle Kirche“ ist vieles. 

Sie sieht die multireligiöse Gesellschaft und erkennt an, dass die Kulturen sehr verschieden sind. Sie verbindet Menschen, die bewusst von und miteinander lernen wollen - aus ganz unterschiedlichen Kulturen. So wie im interkulturellen Konfirmandenunterricht in St. Georg-Borgfelde, mitten in Hamburg. Jungen und Mädchen aus unterschiedlichen Kulturen lernen hier miteinander. Sie sind die Experten und Expertinnen ihrer eigenen Tradition. Sie sind geprägt durch die Kulturen zum Beispiel aus Ghana, aus Hamburg, aus beiden, oder aus noch viel mehr.

Das ist der Charme, die Chance. Doch das allein garantiert noch keinen Erfolg. Notwendig ist eine offene Haltung, die nicht mehr in den Kategorien von „innen“ und „außen“, „wir“ und „die“, „schwarz“ und „weiß“ denkt. Leicht gerät man sonst in die Muster von „Leitkultur“ und „Zweitkultur“ - und schon geht das Gerangel los. Es braucht eine Haltung, die den anderen in seiner „Andersheit“ wertschätzt und das Gemeinsame in den verschiedenen Kulturen anerkennt. Da muss jeder und jede richtig hart dran arbeiten. Ich denke so und du denkst ganz anders. Warum? Woher kommt das? Interkulturelle Kirche pflegt die Kultur des Fragens und betritt damit einen gemeinsamen Zwi-schenraum: zu erkunden, was die andere geprägt hat, wovon sie träumt. In diesem Zwischenraum fragen die Konfirmandinnen nach dem Glauben, dem Leben und nach einer guten Zukunft für alle. Im Konfirmationsgottesdienst feierten dann alle zusammen. Das war schön. Die Familien mit ihren festlich gekleideten Töchtern und Söhnen, stolze Großeltern. Lieder, Gebete und Lesungen auf Deutsch und Englisch. Fröhliche Lieder und lachende Gesichter. Wir verweben unsere Hoffnung, dass alles einmal gut wird."

Susanne Kaiser, Ökumenische Arbeitsstelle Hamburg