Christlich-Muslimischer Dialog (neue Testversion)

Hintergründe

Maja und Abdul singen Suren zum Richtfest

Dialog, Gebet, Zusammenarbeit.

Testbild ARD ca. 1950

Der Dialog mit den muslimischen Nachbargemeinden ist Tradition und Alltag.

Seit über 15 Jahren bestehen die engen Verbindungen zwischen St.Georg-Borgfelde und einigen islamischen Moscheen in St. Georg. Prägend ist dabei die Zusammenarbeit mit Gemeindemitgliedern der Centrum-Moschee, auf türkisch Merkez Camii an der Böckmannstraße. Mit ihnen sehen sich Mitglieder und Mitarbeiter/innen von St.Georg-Borgfelde in Gottesdiensten und Andachten als Menschen vor Gott, ohne die jeweiligen Überzeugungen "verwässern" zu müssen, denn die Gemeinden pflegen den offenen und kritischen Dialog miteinander.

Dieses spirituelle Miteinander ruht auf dem Vertrauen, das vielfältige praktische Erfahrungen bei der Bewältigung säkularer Themen
geschaffen haben. Dieser Aufgabenboden im Alltag des Lebens von Muslimen, Christen und anderen sind das Fundament, das den Dialog der Religionen vor dem Beliebigen und Unkonkreten sichert. Darum begegnen sich die Gemeinden nicht nur bei Fragen des städtischen Gemeinwesens, sondern auch im Kernland unseres Glaubens und können gottesdienstliche Feiern und den theologischen Austausch teilen.

Interreligiöse Gottesdienste rühren Menschen, gerade auch Glaubensferne an, weil in diesen Gottesdiensten der Traum von einer geeinten Welt und Schöpfung frische Nahrung erhält.

Ökumenische und interreligiöse Kreuzwegandacht

Testbild ARD ca. 1950

Seit 2007 setzen Christen und Muslime am Karfreitag ein Zeichen des Friedens, mit einer gemeinsamen Andacht an der mittelalterlichen Kreuzigungsgruppe vor der St. Georgskirche. Dies findet unweit vom Hauptbahnhof, in aller Öffentlichkeit und unter freiem Himmel statt.

Dass sich Christen verschiedener Länder und Kirchen und Muslime am Sterbetag Jesu unter dem Zeichen des Kreuzes versammeln und beten, ist deutschlandweit einmalig.

Das Thema 2015 lautete: Sündenböcke der Gesellschaft ? Pilatus fragt: „Was hat er denn Böses getan?“ – Sie schrieen aber noch viel mehr: „Kreuzige ihn!“ War Jesu Kreuzigung das Resultat einer populistischen Hetze? Auch bei uns werden immer öfter Menschen zu Sündenböcken gemacht für soziale Ängste, die sie nicht zu verantworten haben. Ganze Herkunfts- und Religionsgruppen sind von pauschalen Vorurteilen bedroht.

Die Redebeiträge der Karfreitagsandacht 2015 finden Sie hier:

Beitrag 1: BIlder im Kopf - Redebeitrag Özlem Nas – Schura Hamburg

Beitrag 2: Fluchtgefahr - Malte Block, Diplompädagoge

Beitrag 3: Schwarz-weiß-Meinungen - Pastor Gunter Marwege

Den Online-Beitrag von TAZ.de finden Sie hier

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Christlich-islamische Segensfeier für Schulanfänger

Jedes Jahr laden wir am ersten Schultag nach den Sommerferien die Schulanfänger der Heinrich-Wolgast-Grundschule und der Sprachheilschule ein, um sich innerlich auf ihre ersten, aufregenden Erlebnisse in der Grundschule einzustimmen.

Das Besondere hierbei ist die persönliche Segnung durch einen der Pastoren der Gemeinde St.Georg - Borgfelde und einen der Imame aus der Islamischen Gemeinde Hamburg (Centrum Moschee).

Weihnachtsfeier der Heinrich Wolgast-Schule
Kurz vor Weihnachten gestaltet die Grundschule und die Sprachheilschule mit einemPastor und einem Imam der Islamischen Gemeinde Hamburg ein Krippenspiel. Alle, die Lust haben, spielen mit. Das Schulorchester begleitet die Aufführung. Es ist immer wieder ein großer Spaß, gemischt mit besinnlichen und faszinierenden Momenten.