Konzerte in St. Georg

Februar

Uraufführung: The Same Word

St. Georgskirche am Hauptbahnhof
Sonntag 12. Februar 2023, 19:30 Uhr

Ein musikalisches Friedensprojekt Ensemble Koru unter Leitung von Martin Schneekloth


The Same Word - Das gleiche WORT
Ein musikalisches Friedensprojekt Ensemble Koru unter Leitung von Martin Schneekloth

New York, Paris, Berlin, Christchurch, Halle, Hanau … Mit jedem religiös motivierten Terroranschlag der vergangenen Jahre erfahren wir, was »uns« von »den Anderen«, den »Bösen«, trennt. Doch sind wir nicht alle immer auch »die Anderen«, je nachdem, wer aus welcher Perspektive blickt? Zu oft vergessen wir, dass alle Weltreligionen die gleichen ethischen Grundüberzeugungen wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Achtung vor der Schöpfung haben – die Goldene Regel. Es sind Werte, durch die ein positives soziales Umfeld entsteht und die ein friedliches Zusammenleben, gerade in unserer immer verwobeneren Welt, erst ermöglichen. 

Als internationales, interkulturelles und interreligiöses Projekt macht Das gleiche WORT auf jene Gemeinsamkeiten aufmerksam, die in den Weltreligionen Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam zu finden sind. Herzstück ist eine Komposition für Orchester und Chor, das gemeinschaftlich von vier Komponist*innen aus den jeweiligen Traditionen geschrieben wurde. 

Die Premiere findet am 11.2.2023 in der Elbphilharmonie statt, am 12.2.2023 um 19:30 Uhr wird das Werk in Anwesenheit der Komponisten in der Dreieinigkeitskirche in St. Georg aufgeführt. Untermalt von Live Licht-Performances der Künstlerin Katrin Bethge. 


Tickets in St. Georg: 10 bis 29 Euro
» Weitere Infos zur Platzwahl und Ticketbestellung

Motettengottesdienst

St. Georgskirche am Hauptbahnhof
Sonntag, 19. Februar 2023, 11:00 Uhr

M. Franck: Und er rief und sprach | G. Gunsenheimer:
Die Heilung des Blinden
Pn. Elisabeth Kühn, Predigt;
kantorei st. georg, Martin Schneekloth, Leitung


Musik im Gottesdienst
Am 19.2.2023 wird die kantorei st. georg um 11 Uhr einen Motettengottesdienst gestalten. Zum Predigttext des Sonntags werden zwei Motetten mit fast identischem Text aus sehr unterschiedlichen Zeiten erklingen: zu hören sind die Werke »Und er rief und sprach« von Melchior Franck (17. Jahrhundert) und »Die Heilung des Blinden« von Gustav Gunsenheimer (20. Jahrhundert).


Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

März

Gitarrenkonzert

St. Georgskirche am Hauptbahnhof
Sonnabend, dem 4. März 2023 um 19:00 Uhr

Werke von Barrios, Piazzolla, Rodrigo und andere, Boris Guckelsberger, Gitarre

Am Sonnabend, dem 4. März 2023 um 19:00 Uhr wird der Meldorfer Gitarrist und Komponist Boris Guckelsberger ein Konzert in seiner Reihe von Benefizkonzerten zugunsten von Ärzte ohne Grenzen unter dem Titel »La Catedral« geben.

Dabei sind Werke von Agustín Barrios, Astor Piazzolla, Zequinha de Abreu, Miguel Llobet und Joaquín Rodrigo zu hören. Wir begeben uns auf eine musikalische Reise von Paraguay über Argentinien und Brasilien nach Spanien.


Boris Guckelsberger (*1968 in Bad Homburg) studierte Konzertgitarre, Komposition und Musiktheorie in Hamburg und Lübeck.

Seit 1996 arbeitet er als Komponist, Gitarrist und Bearbeiter mit dem Medien Kontor Hamburg, dem befoco Verlag Leipzig sowie dem NDR zusammen.

Im Jahr 2005 zog Guckelsberger nach Meldorf, wo er an der Dithmarscher Musikschule als Dozent für Gitarre, Komposition und Musiktheorie in der studienvorbereitenden Ausbildung tätig ist.


Eintritt frei
Um eine Spende für »Ärzte ohne Grenzen« wird gebeten


April

Missa in Jazz

St. Georgskirche am Hauptbahnhof
Karfreitag 7. April 2023 wird um 18:00 Uhr

Projektchor St. Georg, Gerd Jordan (Klavier), Min Kwak (Schlagzeug), NN, Saxophon, Martin Schneekloth (Leitung)

Karfreitagskonzert

Am Freitag, dem 7. April 2023 wird um 18:00 Uhr die Missa in Jazz von Peter Schindler aus dem Jahr 2001 erklingen. Sie basiert auf den fünf feststehenden Teilen der Liturgie. Diese im Frühchristentum entstandenen Texte dienten den Komponisten aller Zeiten als Vorlage für ihre Musik. In diese Entwicklung reiht sich auch die Missa in Jazz ein, ein Versuch, mit Elementen des Jazz – der Improvisation und einer pulsierenden Rhythmik - dem Ordinarium in einer Musiksprache der Gegenwart zu begegnen.

Zum einen regt das Nebeneinander von Jazz-Improvisationen, gregorianischem Choral, barocker Polyphonie und Pop-Einsprengseln zum Überprüfen der Hörgewohnheiten und -erwartungen an. Zum anderen geht die Vertonung des lateinischen Textes teilweise unorthodoxe Wege, sodass der Inhalt neue Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wie auch immer man dieses Aufrütteln und Besänftigen deuten mag, es provoziert auf jeden Fall Fragen, vielleicht auch Widerspruch.

Schindler ist ein eigenwilliger Komponist, der seine Textvorlagen mit ganz besonderen Augen studiert. Seine Vertonung der lateinischen Messetexte wird zur philosophischen Betrachtung, zur kommentierenden Auseinandersetzung, die das Publikum in Staunen versetzte. Da bürstet er ein Sanctus so gegen den Strich, dass die Anbetung fast quälend erscheint. Über schwierigsten Bass-Patterns, die gebetsmühlenartig in der Dauerwiederholung kreisen, wechselt der Chorklang zwischen Jauchzen und Spott, stürzt vom musikalischen Chaos in die elegische Fassungslosigkeit. Und immer sind Sänger und Musiker höchsten Anforderungen in Rhythmik und Harmonik ausgesetzt.

Es musizieren der Projektchor St. Georg, Gerd Jordan (Klavier), Klarinette und Schlagzeug unter der Leitung von Martin Schneekloth.


Der Eintritt zu dem ca. 75-minütigen Konzert ist frei.