Im Konzert am Karfreitag, dem 3. April um 18:00 Uhr stehen zwei bedeutende Werke des 20. Jahrhunderts auf dem Programm, die sich in eindrucksvoller Weise mit den Themen Vergänglichkeit und Transzendenz auseinandersetzen: Die Trauermusik von Paul Hindemith für Viola und Klavier sowie die Motette Totentanz von Hugo Distler. Hindemiths Trauermusik entstand 1936 innerhalb nur eines Tages in London anlässlich des Todes von König Georg V. Das kurze, klagende Werk mündet in seinem vierten und letzten Satz in den Choral „Für deinen Thron tret ich hiermit“.
Distlers Komposition beruht auf der mittelalterlichen Bilderfolge des Totentanzes aus der Lübecker Marienkirche. In seinem Werk aus dem Jahr 1934 verbindet er Chorsprüche auf Texte von Angelus Silesius aus dem 15. Jahrhundert mit gesprochenen Texten, die den mittelalterlichen Dialog zwischen dem Tod und Menschen verschiedener Stände wiedergeben und kurzen Variationen über das Lied „Es ist ein Schnitter“. Durch das Wechselspiel von gesprochenem Wort und expressiver Chormusik entsteht ein eindrucksvolles musikalisches Memento mori, das die Vergänglichkeit des Lebens und die Gleichheit aller vor dem Tod in den Mittelpunkt stellt.
Begleitend zur Musik werden Bilder aus dem Lübecker Totentanz sowie Arbeiten der österreichisch-amerikanischen Künstlerin Kiki Kogelnik gezeigt. Der Eintritt ist frei.